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Das Wegenetz wird einmal jährlich mit den GDF-Navigationsdaten (GDF: Abkürzung für Geographic Data Files) des Kartendatenlieferanten NAVTEQ aktualisiert. Zusätzlich werden einmal jährlich Informationen zu Kilometrierung, Ortsdurchfahrten, Streifigkeit und Querschnitt für das klassifizierte Straßennetz auf das INTREST-Netz aus dem Bayrischen Straßeninformationssystem (BaySIS) abgebildet und übernommen. Weitere Schichten wie administrative Regionen oder TMC-Referenzierung werden zusätzlich zu den Grunddaten versorgt und vorgehalten.
INTREST-Objekte erhalten bei der Grundbefüllung oder der Einpflege eine eindeutige Identifikationsnummer. Diese bleibt erhalten, solange sich das Objekt nicht grundlegend verändert, d. h. solange es nicht gelöscht und durch ein oder mehrere andere ersetzt wird. Server, Schnittstelle und Editoren stellen sicher, dass im Datenpool eine ID nur einmal vergeben wird. Dadurch ist eine eindeutige Identifizierung möglich.
Achtung: Dies bedeutet nicht, dass die IDs dauerhaft und konstant sind. Änderungen erfolgen vor allem dort, wo alte Objekte bei der Pflege oder Aktualisierung durch neue ersetzt werden. Insbesondere bei Kanten, die durch das Einfügen von neuen Kanten, z. B. bei der Erfassung von Fuß und Radwegen, geteilt werden, entfällt die alte ID und zwei neue werden vergeben. Dieser Vorgang entspricht dem Konzept der "Permanent Link-ID" der Navigationsdatenhersteller.
Aufgabe des Servers ist, die Aktualisierung und Pflege der Daten zu ermöglichen und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Bezüge der anwendungsspezifischen Objekte zum Netz und der Objekte untereinander erhalten bleiben. Wird beispielsweise ein Fußweg erfasst und über einen Knoten ans vorhandene Netz angebunden, dann wird hierfür eine vorhandene Kante geteilt. Die bisherige Kante wird gelöscht, zwei neue Kanten werden eingefügt. Verweist ein POI auf die ungeteilte Ausgangskante, dann wird der Bezug zu den neuen Kanten, bzw. zu einer dieser Kanten, wiederhergestellt. Dieser Vorgang findet statt:
Dadurch ist es möglich, trotz Aktualisierungen des Netzes, die in INTREST vorhandenen anwendungsspezifischen Objekte zu jedem Zeitpunkt in referenzieller Integrität mit dem aktuellen Netz zu beziehen.
Alle sechs Monate werden die Datenbestände von IV- und ÖV-Server integriert; das heißt, dass Änderungen, die in diesem Zeitraum vorgenommen wurden, in einen Gesamtbestand übernommen werden. Nach diesem Vorgang liegen in beiden Servern die gleichen Kerndaten vor – zuzüglich spezieller IV- und ÖV-Daten, die im jeweils anderen Server nicht benötigt werden.
Einmal jährlich findet eine Aktualisierung des Datenbestandes aus dem GDF-Navigationsdatenbestand des Kartendatenlieferanten NAVTEQ statt. Dort wo der kommerzielle Neubestand Ergänzungen/Veränderungen gegenüber dem INTREST-Ausgangsbestand enthält, werden diese übernommen. Mittels Netmatching und ID-Vergleichen wird analysiert, ob INTREST-Bestand und kommerzieller Neubestand für identische Objekte abweichende Informationen enthalten. Ist dies der Fall, muss entschieden werden, welche Information in den neuen INTREST-Bestand übernommen wird. Hierzu wird ein Regelwerk erstellt und kontinuierlich an die einzelnen Einpflegevorgänge angepasst. Dadurch ist eine weitestgehend automatisierte Aktualisierung der Kartenbasis möglich. Die eingepflegten Inhalte werden dabei beibehalten. Bei nicht auflösbaren Konflikten werden die zuständigen Datenpfleger informiert. Diese führen die Auflösung dann manuell durch.
Letztlich steht ein neuer konsistenter Datenbestand zur Verfügung, das heißt die Bezüge zwischen den Datenobjekten mit der neuen Kartengrundlage, insbesondere mit dem Netz, sind wiederhergestellt. Dieser Bestand wird dann zur weiteren Verwendung und Pflege in den IV- und ÖV-Server eingespielt.
Die Bestände auf dem IV- und ÖV-Server werden ständig gepflegt. Das bedeutet, dass sie sich fortwährend verändern. Um Stände von INTREST-Daten über längere Zeiträume stabil bereitzustellen, wird der Bestand jeweils nach dem Datenabgleich zwischen IV- und ÖV-Server und nach der Kartenaktualisierung "eingefroren" und als separater Publikationsstand bereitgestellt. Dieser wird auf dem IV-Server gehostet und ist über die Schnittstelle bzw. mit den entsprechenden Zugriffsclients für lesenden Zugriff zugänglich.