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Auf den INTREST-Server kann über das Internet zugegriffen werden. Das hierfür eingesetzte Protokoll ist ein Webservice, das heißt eine Schnittstelle, die den Remote-Zugriff auf Methoden des Servers über SOAP/XML ermöglicht. Diese Methoden, z. B. Abfragen und Antworten des Servers zum Login, verfügbaren Daten und Rechten, Datenabzug oder Datenwiedereinspielen, sind in der Schnittstellendokumentation ausführlich beschrieben. Diese steht im geschützten Bereich kostenfrei zur Verfügung.
Für viele Anwender ist die Art der Schnittstelle im Detail nicht relevant. Denn der Betreiber kann Zugriffsclients lizenzieren, die über eine graphische Oberfläche die Auswahl von Gebiet, Objektschicht und Zugriffsrechten erlauben. Diese Zugriffsclients können auch in andere Anwendungen eingebunden werden, um darin den Zugriff auf INTREST-Daten zu integrieren. Mit der vorliegenden Schnittstellenbeschreibung kann jeder Anwender auch eigene Clients erstellen.
Über das Transportprotokoll werden die Daten in einem spezifischen, leicht lesbaren ASCII/CSV-Format, dem INTREST Data Format (IDF), übertragen. Auf XML als Austauschformat wurde aufgrund der damit verbundenen Datenmengen verzichtet.
Im IDF wird jedes Objekt in einer Tabellenzeile dargestellt, wobei die Attribute mit Semikolon getrennt hintereinander aufgelistet werden. Jede Tabelle hat einen Header, der Attributsname und -typ spezifiziert. Dadurch ist das IDF einerseits kompakt, andererseits leicht lesbar, das heißt mit einem einfachen Texteditor. Es ist erweiterbar, ohne dass bei Ergänzungen des Datenmodells zwangsläufig die Einleseroutinen geändert werden müssten. Das Austauschformat IDF ist in der Schnittstellendokumentation im geschützten Bereich ausführlich beschrieben.
Auf den zentralen INTREST-Server kann eine große Anzahl von Partnern gleichzeitig zugreifen. Ohne Einschränkungen ist es dabei mehreren Partnern möglich, Daten herunterzuladen. Dieser Zugriff setzt nur Leserechte des Nutzers voraus.
Beim Editieren von Daten muss dagegen sichergestellt werden, dass andere Partner diese oder damit verbundene Daten, z. B. die Kante, auf die ein POI referenziert, nicht gleichzeitig verändern. Ansonsten entsteht ein Datenbestand, in dem die Bezüge zwischen den Objekten nicht mehr vollständig oder konsistent sind.
Um dies zu verhindern, werden beim Schreibzugriff Sperren nach Gebiet und Objektschicht gespeichert. Diese verhindern, dass mehrere Nutzer gleichzeitig dieselben Objekte verändern. Hat ein anderer Partner diese Objekte/Gebiete schon zum Editieren angefordert, und damit auf dem Server gesperrt, wird die Anfrage abgewiesen. Sie muss dann später wiederholt werden.

Multi-user Zugriff auf geographische Bereiche und Objektschichten